Nachruf Rainer Helbig vom 28.Oktober 2022
Der ZHGV zu Besuch in der Mumienausstellung

Es ist schon eine gute Tradition, dass sich der Zeilsheimer Heimat- und Geschichtsverein im ersten Monat des neuen Jahres

zum Archäologischen Museum in Frankfurt aufmacht. Über 30 Mitglieder und Freunde des Vereins fuhren mit dem Städtischen

Omnibus und der Straßenbahnlinie 11 über die Mainzer Landstraße bis zum Schauspielhaus und spazierten von dort nur wenige

Schritte zum Museum. Der Titel der Sonderausstellung lautete diesmal „Reise in die Unsterblichkeit – Ägyptische Mumien und

das ewige Leben“ . Bewundert werden konnten Originale aus der Sammlung der Familie Medici aus Florenz und aus den

Grabungen von 1828, an denen auch der Ägyptologe Jean Francois Champollion teilgenommen hat, dem als Erstem die

Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen gelungen war. Diese hochrangigen Leihgaben werden zum ersten Mal außerhalb

Italiens gezeigt. Schwerpunkte der Ausstellung sind das religiöse Konzept des Jenseits, die Praktiken der Mumifizierung und

Einbalsamierung, die Rolle des Sarkophags im Totenkult, Ritualobjekte der Begräbnisausstattung sowie Alltagsgegenstände als

Grabbeigaben. Für einige Besucher war der Anblick der mumifizierten menschlichen Körperteile wie ein Kopf oder ein Fuß recht

makaber.

 

Eine sinnvolle Ergänzung war der Ausstellungsbereich um den Frankfurter Keltenfürsten aus dem 7. Jahrhundert v. Ch.,

dessen Grabfunde im Frankfurter Stadtwald entdeckt wurden.

 

Weiterhin konnten die Zeilsheimer noch einmal die in Mittel-Europa einmalige Graburne mit zwei Gesichtern besichtigen,

die anlässlich der Ausgrabungen 2004 – 2005 in der Zeilsheimer Gemarkung gefunden und sichergestellt wurde.

 

Nachdem sich die Heimatfreunde satt gesehen hatten, spazierten sie über den Römerberg zum nahe gelegenen Paulaner am

Dom, um sich dort nach diesem erlebnisreichen Nachmittag zu stärken.

geschrieben von G. Schade am 29. Januar 2012
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Foto: ZHGV